CD-Details

Google

Diese Seiten
Web
Seitenanfang

Stephan-Max Wirth Quartet: Jazzchanson

Artikel: DMCD 1008

bildbeschreibung

Besetzung: Stephan-Max Wirth ts,voc, Martin Speight p, Konstantin Wienstroer b, Christoph Hillmann dr

Aufnahmedatum: 4./6: September 1998
Aufnahmeort: Topaz Studio, Köln

Tracks:

Jazz und Chanson - zwei Genres, die viel gemeinsam haben, obwohl sie in den Kulturredaktionen und im Handel unterschiedlich behandelt werden. Chanson heißt Gefühl, Seele, Charme, Melancholie, Ausdruckskraft, Forderung, Ironie und Spott - alles, was der Jazz ebenso in seinem grundsätzlichen Wesen innehat. So ist es eine Passion und spannende Herausforderung, sich dieses Themas anzunehmen. Tenorist, Sänger, Komponist und Arrangeur Stephan-Max Wirth hat sich für sein neues Projekt dieser Gesichtspunkte angenommen und die selbstgestellte Aufgabe bravourös gelöst. Um die jazzigen Feinheiten des Chanson mehr in den Vordergrund zu stellen, hat Stephan-Max Wirth mit „Jazzchanson - 20th Century Suite“ ein Projekt initiiert, das enorm die geistige Verbindung der beiden Stile dokumentiert und diese noch verfeinert. Mit einfallsreicher Bravour präsentiert er Evergreens wie „Koffer in Berlin“, „Non, je ne negrette rien“ oder Jacques Brels „Ne me quitte pas“ - ein Repertoire, das musikhistorisch eine existenzielle Position einnimmt und von Puristen als unantastbar gilt. Doch Puristen stellen für einen mutigen Vollblutmusiker keine Hürden dar.

Um diesem spannenden Konzept den richtigen musikalischen Rahmen zu geben, hat sich Stephan-Max Wirth eine Rhythmusgruppe der absoluten Spitzenklasse zusammengestellt: Pianist Martin Speight ist ein langjähriger Weggefährte des Bandleaders und war bereits bei den drei vorhergehenden Alben von Wirth mit dabei. Sein weicher Ton und die exzellenten Soli bilden einen enorm wichtigen Anteil am Gelingen dieses Projekts. Neu dabei ist Bassist Konstantin Wienstroer, der an der Folkwang-Hochschule in Essen Musik studierte und mit Künstlern wie Ziroli Winterstein, Frank Kirchner und Jürgen Dahmen reichlich Bühnen- und Studio-Erfahrung sammelte. Sein unaufdringliches, feinfühliges Spiel gibt den swingenden und entspannten Nährboden für die zehn Stücke. Bereits auf dem Vorgänger „MYTHOS“ (Bos. Rec. 19.5) ist Schlagzeuger Christoph Hillmann zu hören, der wie Wirth im niederländischen Arnheim Musik studierte und europaweit einige Förderpreise gewinnen konnte. Durch seine Arbeiten mit Peter Weniger, Eric Vloeimans, Nils Wolgram und vielen anderen bekannten Größen der Jazz-Szene ist er bereits ein alter Hase.

Opener „Koffer in Berlin“ und der Piaf-Klassiker „Non, je ne regrette riens“ sind die Einführung in diese vielseitige Suite, die viel Abwechslung zu bieten hat. Da wird balladesk geträumt in „Seidenduft“, bluesy und cool klingt der alte Hit „Honey, wenn Du Geburtstag hast“, geheimnisvoll inszeniert ist das bekannte „Parole, parole“, temporeich und rhythmisch sind das Original „Sans Chant“ und das von Hollaender inspirierte „Lola“, und Charles Aznavour kann stolz sein auf die Interpretation seines warmherzigen Liedes „Vivre avec toi“ (mit tollem Baß-Solo!). „Jazzchanson - 20th Century Suite“ ist der absolut passende Nachfolger von „MYTHOS“, dem letzten von der Kritik äußerst positiv aufgenommenen Album von Stephan-Max Wirth. War dafür das Konzept basierend auf deutschen Evergreens der 20er und 30er Jahre, so prasentiert er nun wieder ein vielversprechendes Projekt: gewagt, toll umgesetzt und vor grenzenloser Kreativität strotzend - „Jazzchanson“ ist kein Etikett oder Markenzeichen eines virtuosen Musikers, sondern intime Huldigung zweier grenzüberschreitender Kulturzweige in seiner ganz persönlichen Sprache, der Musik!

Presse-Echo

Seitenanfang