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Jean-Paul Bourelly: Trance Atlantic (Boom Bop II)

Artikel: DMCHR 71023

bildbeschreibung

Besetzung: Jean-Paul Bourelly g, Carl Bourelly Keyboards, Joseph Bowie tb, Will Calhoun dr, Olu Dara cornet, Dennis Cheambers dr, Vincent Henry as,ts, Orbert Talamachus b, Abdourahmane Diop voc, Melvin Gibbs el-b, Henry Threadgill as, Reggie Workman b

Aufnahmedatum: 1997 - 2001
Aufnahmeort: Power Play/Planet Sound, New York City, USA

Tracks:

Er ist einer der ganz Großen der heutigen Jazz-Szene, einer der beliebtesten und virtuosesten Jazz-Gitarristen der heutigen Zeit. Jean-Paul Bourelly präsentiert mit “Boom Bop II” die Nachfolge seines Erfolgs-Albums des letzten Jahres. “Eine Liaison mit Zukunft” pries das Magazin MUSIKEXPRESS/SOUNDS das erste “Boom Bop”-Album, eine Liaison von Loops und Samples, Drum & Bass, Fusion, Rock, Jazz und African Vocals.

Wie es sich für einen First-Class-Musiker gehört, hat er sich wieder eine aufsehenerregende Besetzung ins Studio geholt. Wie auch beim ersten Teil des “Boom Bop”-Projekts ist wieder Alt-Saxofonist/Flötist Henry Threadgill mit von der Partie, dessen Ausflüge in die Avantgarde von Jean-Paul Bourelly aufgenommen werden und der sie auf seine eigene funky Weise weiterentwickelt. Ebenfalls mit dabei vom “Erstling” ist Boom Basser “Big Royal” Talamacus, dessen tiefe Basslaute einen erdigen Untergrund bilden. Und auch wieder mit dabei ist der “Howlin‘ Wolf” Senegals, Sänger Abdourahmane Diop, der fast alleine für den weltmusikalischen Klang des Albums verantwortlich ist. Sein traditioneller westafrikanischer Gesang klingt fernab der europäisch-amerikanisch geprägten Musik und sorgt damit für extrem spannende Momente. Die Reihe der weiteren Gastmusiker klingt wie ein “Who-Is-Who” der Jazz-Szene: Am Schlagzeug sitzen Dennis Chambers (fünf Titel) und Will Calhoun. Der Kontrabass wird gespielt von Avantgarde-Koryphäe Reggie Workman (zwei Titel), der E-Bass von Melvin Gibbs. Der zwei größten Unterschiede zum ersten “Boom Bop”-Projekt: viel Keyboards und Samples von Bruder Carl Bourelly und mit Henry Threadgill (as, fl), Olu Dara (ct), Joe Bowie (tb - Ex-Defunkt) und Vincent Henry (ts) doppelt so viele Bläser.

Nach einer kurzen Einleitung namens “Awakening” beginnt das eigentliche Programm mit einer groovenden Funkjazz-Nummer. “The Spirit Wheel”, im Quintett eingespielt mit Jean-Paul an der Gitarre und diversen Effektgeräten, seinem Bruder Carl Bourelly an den Keyboards, Joe Bowie an der Posaune, Talamacus am Bass und Dennis Chambers am Schlagzeug, heizt gleich so richtig ein und gibt die Richtung für das gesamte Album vor: funky Jazzrock mit viel Rock und Elementen aus Drum & Bass. “Cool Papa N’Diaye”, mit neun Musikern – darunter vier Bläser - sehr abwechslungsreich instrumentiert, bietet den ersten Auftritt von Abdourahmane Diop, dessen traditioneller Gesang konträr zur Musik steht. Im nächsten Stück “Fatima”, einer rockigen Avantgarde-Nummer mit zappaesker Gitarrenarbeit, ist Diops Gesang Mittel- und Schwerpunkt. “Blowin' Omni” lebt von einem feurigen Rhythmus und einem afrikanischen Flair, das sich in “Pluto Lounge” fortsetzt und weiterentwickelt und in “Thierno De Conakay” seine stilübergreifende Erfüllung findet.

Nach einem kurzen Intermezzo von Carl Bourelly (“The Scent of The Healer”) geht es ab in den Weltraum. “Harmofunkalodica” und “Trance Atlantic” sind zwei rockige Ausflüge in die Schwerelosigkeit des musikalischen Universums mit einer spannenden und groovenden Rhythmik. “Traffic” und “Freedom Delta” bieten noch einmal puren Funkjazz vom Feinsten.

"Boom Bop II” ist ein grenzüberschreitendes Projekt, das verschiedene Kulturen miteinander verbindet und immer die zukünftige Entwicklung der Musik im Auge hat. Jean-Paul Bourelly hat sich mit seinem neuen Album selbst übertroffen. Gewagte Fusionen und sophisticated Kompositionen zwischen Jazz, Rock, Psychedelic Funk und Afroblues beweisen wieder einmal die nie endende Suche nach neuen Entwicklungen in der Musik und zeigen einen Jean-Paul Bourelly, der nie müde wird, nach neuen Innovationen zu suchen. “Boom Bop II” ist eine gelungene Weiterführung seines neuen multistilistischen Projektes.

Presse-Echo

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