"...Dabei ist im Blick auf die Durchstrukturierung der Kompositionen immer wieder die Hand des Arrangeurs zu spüren. Trompete und Saxophon in der Frontline umspielen sich gerne, auch ihr Zusammenspiel mit Piano, Bass und Schlagzeug ist beeindruckend, wobei letzteres neben den rhythmischen auch wesentliche melodische Elemente enthält - die ganze Band besteht also aus lauter vorzüglichen Leuten, die durchweg schon recht professionell agieren...es lässt aufhorchen, was da aus Ulm kommt: zumindest ein kleiner evolutionärer Schub für den Jazz in Deutschland..."
"... Christian Krischkowsky versammelt in seinem Quintett junge Musiker aus Süddeutschland, von denen zumindest der Trompeter Thomas Siffling einigen Jazzfans bekannt sein dürfte. Er ist es denn auch, der bei dem Erstlingsprojekt des Münchner Schlagzeugers und Komponisten für die besonderen Akzente sorgt. Das kann jedoch nur vor dem Hintergrund einer vorzüglichen Ensemblearbeit geschehen."
"...Nun haben er und seine Mitmusiker eine Cd eingespielt. Krischkowsky spielt darauf sein Schlagzeug gewohnt technisch perfekt, variable und dynamisch fein abgestuft. Schlagzeug- Soli im herkömmlichen Stil gibt es bei ihm kaum- er ist stets hörbar präsent, spielt quasi "Solo von A bis Z". Dabei schafft er ein pulsierendes Geflecht von Rhythmen, die ein tragfähiges Fundament bilden für seine Mitspieler. Krischkowsky ist obendrein ein einfallsreicher Komponist: Mit einer Ausnahme stammen alle Titel der CD von ihm selbst. Als geschickter Arrangeur hat er auch alle Stücke überzeugend bearbeitet."
"...Bei den Stücken , die Krischkowsky schreibt , handelt es sich keineswegs um krude ausnotierte Dengeleien , wie man sie Drummern boshafterweise gerne nachsagt. Krischkowskys Erfindungen nötigen Respekt ab. Er schöpft voll die Klangmöglichkeiten eines klassischen Quintetts aus. Trompete und Tenorsaxofon singen da zweistimmig wundersame Lieder , die Rhythmusgruppe nimmt , die melodischen Fäden auf , spinnt sie weiter , gibt sie zurück. Alles fließt in diesen Arrangements , die die Quintettbesetzung gewissermaßen als Big Banden miniature begreifen. Durchweht wird das alles von einem modernen Geist , der an Kenny Wheeler oder Maria Schneider denken lässt. Oder an die polyphonen Groove- Erzeugnisse , mit denen Nils Wülker in den vergangenen jahren reüssierte."
"...Mit "Double Moon Records habe ich das große Los gezogen. Wer bekommt als Neuling schon die Möglichkeit, so präsentiert zu werden." Im Fachmagazin Jazzthing wurde das Albem gerade mit einer ganzen Seite vorgestellt, denn das Blatt hat den Tonträger in seine Reihe "Next Generation" aufgenommen. Und das nicht aus Lux oder Dollerei, denn der 35- järige, der dem komplexen Jazz wie auch dem Groove viel abgewinnen kann, hat sich als Komponist Vorbilder wie Dave Holland oder Esbjörn Svennson auserkoren. Und er schlägt sich im Vergleich wahrlich nicht schlecht. Ein starkes Debüt, das Lust auf mehr macht."