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Natalio Sued Quartet: Our Hour

Artikel: DMCHR 71056

bildbeschreibung

Besetzung: Natalio Sued ts Michael Moore as, cl, bcl Paul Berner b Flin Van Hemmen d

Aufnahmedatum: Mai 2005
Aufnahmeort: Dudok Studio, Amsterdam

Tracks:

Der argentinische Saxophonist Natalio Sued (geb. 1973) gilt als einer der wichtigsten Jazzmusiker seines Landes, der auch außerhalb seiner Heimat mehr und mehr Beachtung findet. Die Jazzszene in Argentinien und speziell in der Hauptstadt Buenos Aires hat in der letzten Dekade einen großen Schritt nach vorne gemacht, und mehr und mehr Musiker wagen auch den Sprung nach Nordamerika oder Europa. Sued, der am "National Conservatory Lopez Buchardo" in Buenos Aires seine klassischen Studien abschloß, studierte danach an der renommierten Berklee School of Music in den USA. Gegenwärtig studiert er am Amsterdamer Konservatorium. Er gehört zu den Musikern, die zutiefst davon überzeugt sind, dass als Künstler das Lernen an sich niemals abgeschlossen sein wird: obwohl er nun sowohl die klassischen Studiengänge als auch Jazzstudien (ergänzt durch Privatunterricht u.a. bei Dick Oatts, Lee Konitz, Jimmy Halperin, Chris Cheek) und zahlreiche Auftrittserfahrungen - von Tango- bis Theaterproduktionen - absolviert hat, ist er weiterhin auf der Suche nach Vervollkommnung seiner Fähigkeiten, sowohl als Komponist wie auch als Interpret.

Schon bald nach seiner Ankunft in Amsterdam lernte Natalio Sued den Ausnahmemusiker und Bläserkollegen Michael Moore kennen. 1954 in Kalifornien geboren, lebt er schon seit fast 25 Jahren in Amsterdam und hat in Europa nicht nur schon mit zahlreichen Stars seiner vorigen Heimat gespielt, sondern auch ein eigenes Label gegründet und sich an zahlreichen anderen Projekten (sein "Trio Clusone" ist wohl das bekannteste) beteiligt: er ist mittlerweile auf 80 CDs zu hören.

Paul Berner hat eine bewegte und vielseitige Karriere vorzuweisen: Anfang der 80er Jahre spielte der Kalifornier in der Band Monty Alexanders, später auch bei Lionel Hampton oder Milt Jackson. Wie Moore wanderte er (1990) aus, ebenfalls nach Amsterdam. Seither hat er mit allen niederländischen Musikern gearbeitet, ist aber auch ein sehr gefragter Bassist auf den Europatouren von u.a. George Coleman oder Shirley Bassey.

Flin van Hemmen (geb. 1982) ist nicht nur der einzige Holländer der Crew, sondern auch das jüngste Band-mitglied. Der Schlagzeuger von u.a. Hermann Fraanje verfügt über die notwendige Sensibilität, die gerade ein pianoloses Quartet erfordert.

Die Kompositionen Sueds kombinieren die Schlichtheit und Ausdruckskraft von Volksliedern (man hört immer wieder auch Anspielungen auf das Liedgut seiner Heimat Argentinien) mit der Komplexität des Jazz - sowohl rhythmisch als auch harmonisch. Schön und spannend zugleich!

Presse-Echo

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