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Raphael Walsers Gangart: Wolfgang

Artikel: DMCHR 71144

bildbeschreibung

Besetzung: Tobias Meier as, Niculin Janett ts, Marc Méan p, Raphael Walser b Jonas Ruther dr

Tracks:

Welch ein klug gewählter Bandname: GangArt. Er erlaubt verschiedene Assoziationen. Der Duden definiert GangArt als die verschiedenen Fortbewegungsarten bei Pferden: von Schritt über Trab bis Galopp. Exakt so sind die Kompositionen angelegt – mal bedächtig schreitend, dann wieder stürmisch nach vorne preschend. Es gibt aber auch den Unterschied zwischen dem Kreuzgang und dem Passgang (in dem z.B. Kamele und Elefanten gehen). Passend ist die Assoziation hier ebenfalls: auch mit unterschiedlichsten Metren, durchaus auch raffiniert und gegenläufig gesetzt, kommen die Musiker ans gemeinsame Ziel. Schließlich bezeichnet die „gang“ im englischen eine Arbeitsgruppe, eine Mannschaft, oder gar eine Bande. Kunstvoll kombiniert (Gang-Art) entstehen raffinierte Klanggebilde, die von solistischer Eleganz ebenso leben wie von einem eng verzahnten, kunstvollen Zusammenspiel. Fünf junge Musiker aus der Schweiz, die ohnehin für ihre hervorragenden Jazzschulen bekannt ist, haben sich unter der Leitung des Bassisten Raphael Walser zusammen getan, um nicht nur an die Grenzen des Jazz zu gehen, sondern auch das unbekannte Terrain dahinter zu betreten. Risikofreudig, voller Neugierde, mit unüberhörbarer Freude am Experimentieren. Jugendlicher Übermut? Wenn der sich so anhört, wollen wir alle gerne jung bleiben.

Der Bassist und Komponist Raphael Walser, geboren 1988, wuchs nahe Zürich in einer Musikerfamilie auf. Schon mit 11 Jahren erhält er Kontrabass-Unterricht, zunächst klassisch, später aber studiert er an der Zürcher Hochschule der Künste an der Abteilung Jazz. Schon davor allerdings hat er sich in verschiedenen Jazzbands bewährt. Während des Studiums konnte er bereits Preise gewinnen und spielte auf Festivals in der Schweiz und Deutschland. Nach dem Abschluss des Studiums hat er 2013 seine eigene Band „GangArt“ gegründet, die nun ihr Debut in der renommierten Reihe „Jazz thing Next Generation“ gibt.

Altsaxophonist Tobias Meier (Jahrgang 1984) stammt ebenso aus Zürich. Sein samtweicher Ton hat ihn ebenso zu einem gesuchten Musiker werden lassen wie seine durchdachten Soli und seine stupende Spieltechnik. Dabei scheint er einen 24-Stundentag zu haben: neben Engagements bei verschiedenen Bands arbeitet er als grafischer Künstler, betreibt sein eigenes Label und kuratiert mehrere Konzertreihen.

Niculin Janett, Tenorsaxophon, geboren 1989, hat wie Raphael Walser in der Zürcher Hochschule studiert, bei Schweizer Ikonen wie Christoph Grab und Reto Suhner. Feinschliff besorgte er sich bei einem Aufenthalt in New York und Unterricht bei u.a. Loren Stillman und Vincent Herring. Mittlerweile hat der junge Mann seinen eigenen Sound gefunden und setzt glänzende Akzente.

Pianist Marc Méan (Jahrgang 1985) ist bereits einem internationalen Publikum bekannt. Nicht erst seit der Finalteilnahme bei der Montreux Jazz Solo Competition und dem BMW Welt Jazz Award. Er studierte in Lausanne und Kopenhagen (u.a. bei Thierry Lang und Django Bates). Er tourte bereits Europaweit und darüber hinaus: zuletzt war er mehrere Monate in Shanghai…

Der Schlagzeuger Jonas Ruther hat in Luzern studiert – dass Gerry Hemingway dort einer seiner Lehrer war, ist kaum zu überhören. Er beschränkt sich bei weitem nicht darauf, ein rhythmisches Gerüst zu errichten, sondern beeinflusst maßgeblich den gesamten Sound der Band.



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