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Meeco: Souvenirs Of Love

Artikel: DMCHR 71149

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Unter Jazzmusikern ist der Pianist, Komponist und Produzent Meeco alias Michael Maier längst eine international respektierte und gefragte Größe. Dem breiten Publikum hingegen blieb er bislang weitgehend unbekannt. Das sollte sich jetzt schlagartig ändern. Sein viertes Album „Souvenirs Of Love“ vereint unwiderstehliche Refrains mit komplexen Improvisationen und ist zugleich sein persönlichstes Werk. Diese „Sammlung von Liebesliedern, die meine Geschichte erzählen“ dürfte nicht nur Jazzfans begeisterten. Von intimer jazziger Ballade über fein geschliffene R’n’B-Perlen, elegant jazzinspirierten Modern Soul und clubtauglichen HipHop-Jazz spannt sich ein facettenreicher Stimmungsbogen, der „Souvenirs Of Love“ vom ersten bis letzten Titel spannend macht. Die Kunst der leisen Zwischentöne beherrscht Meeco wie kein Zweiter.

Songs, wie „Make My Dreams Come True“, „Can’t Get You Out Of My Mind“ und „Every Day“ sind hinreißender R’n’B mit absolutem Hitpotential. „If Only I Knew“ und „Paris At Night“ verführen mit soulful-jazziger Eleganz während die berückend melancholischen Jazzstücke „Words Of Love“, „For You“ und „Farewell“ den romantischen Faden aufnehmen, der Meeco’s Alben „Amargo Mel“ (2009), „Perfume e Caricias“ (2010) und „Beauty Of The Night“ (2012) prägt. „Mit „Souvenirs Of Love“ schließt sich für mich ein Kreis zu dem, was ich vor meinem ersten Album gemacht habe. Ende der 1990er Jahre, Anfang 2000 war ich als HipHop- und Soul-Produzent in Berlin ein fester Teil dieser Szene. Ich kehre also ein wenig zu meinen Anfängen zurück. Mehr in Richtung Soul. Ohne den Jazz als meine eigentliche musikalische Wurzel dabei zu kurz kommen zu lassen! Mit eingängigeren Melodien und Refrains, so wie es auch auf der ersten CD war. Da wollte ich wieder hin.“

Meeco‘s Musik ist immer sehr persönlich, stets erzählt sie seine Geschichte. „In diesem Fall habe ich meine Erlebnisse der letzten zwei Jahre verarbeitet. Die Trennung einer langjährigen Beziehung, meinen Umzug von Paris nach Berlin und nun das Finden meiner großen Liebe. Die Lieder spiegeln Erinnerungen, Gedanken, Gefühle zu diesen Ereignissen“. Meeco führt uns auf eine Reise. „Stell dir vor, du hast zwanzig Jahre in derselben Wohnung gewohnt und ziehst um. Da hat sich vieles angesammelt. Beim Aufräumen fällt dir diese Kiste entgegen. Du wunderst dich, öffnest sie und findest: alte Postkarten, alte Liebesbriefe, Fotos, Kontaktbögen, Negative, was auch immer. Und mit einem Mal sind die Erinnerungen wieder da, du bist wieder dort. Das ist das Konzept dieses Albums.“

„Letters and pictures, safely ranged in a little box, hidden treasures full of secrets … A journey through time refreshing memories of sweet embrace, devotion, loss and unrequited affection. Souvenirs of love, precious moments of my life.“ Die große Jazz-Diva Mary Stallings legt ihre ganze Lebenserfahrung in den Titelsong. Abgeklärt und zart melancholisch rezitiert sie mit reifer Stimme Meeco‘s Verse, die gleichsam als Leitfaden für das gesamte Album stehen. „Souvenirs Of Love“, das sind Fundstücke einer Liebe, Momente des Glücks und des Schmerzes. „Diese individuelle und sehr emotionale Musik in dein jeweiliges Solo umzusetzen, ist eine wunderbare Herausforderung“, schwärmt Saxofonist Vincent Herring. Meeco lässt seinen Musikern trotz klarer kompositorischer Vorgaben bewusst Freiräume. Das macht die Arbeit mit ihm und seine Aufnahmen so einzigartig. Auf „Souvenirs Of Love“ treffen erneut Giganten des Jazz auf die Stars der Next Generation. Auch Gitarrist John Scofield ist fasziniert: „Eigentlich ist es ja ein R’n’B Album. Was für eine coole Idee, diese Jazzmusiker bei R’n’B-Stücken einzusetzen!“

Die Liste der an „Souvenirs Of Love“ Mitwirkenden liest sich wie ein Generationen und Stile übergreifendes Who-Is-Who des Jazz und Soul. Legenden treffen auf junge Stars und Hoffnungsträger. Da sind die Bassisten Buster Williams, Richard Bona und der junge Dezron Douglas vom Cyrus Chestnut-Trio, die Schlagzeuger Victor Lewis und Marcus Baylor, langjähriges Mitglied der Yellowjackets, die Trompeter Eddie Henderson und Wallace Roney, die Saxofonisten Vincent Herring, Kirk Whalum und Grammy-Gewinner Casey Benjamin, die Gitarristen John Scofield und Lionel Loueke, Cellist Jacques Morelenbaum, Vibrafonist Stefon Harris, Flötist Hubert Laws und der Pianist/ Organist Shedrick Mitchell, Co-Produzent von Soulsänger Maxwell. Die Soulsängerinnen Yahzarah, langjährige Backgroundsängerin von Erykah Badu und mit drei eigenen Alben auch eine profilierte Solistin sowie die in Soul und Jazz gleichermaßen beheimatete Jean Baylor (Sängerin der Band Zhané) werden ergänzt durch den talentierten Newcomer Aaron Marcellus. Conscious-Rapper Talib Kweli ist beim Stück „Times Have Changed“ zu hören ebenso wie DJ Stylewarz, einer der bekanntesten und einflussreichsten Hip-Hop DJs Deutschlands.

Angesichts dieser beeindruckenden Auswahl hochkarätiger Instrumentalisten und Vokalisten aus Jazz, Soul und R’n’B fragt man sich unweigerlich: wie schafft ein sowohl in den USA als auch bei uns weitgehend Unbekannter wie Meeco es eigentlich immer wieder, derart illustre Musiker ins Studio zu holen, um sie unter seiner Regie als Produzent seine Kompositionen einspielen zulassen? Die Antwort liegt in seiner Musik. Romantisch, einzigartig, unmittelbar, ausdrucksstark, klassisch sind Beschreibungen, die jedem seiner Gastmusiker sofort einfallen, fragt man sie nach Meeco. Der gibt sich lieber bescheiden: „Empfehlungen und Zufall spielen eine große Rolle, wie ich Wunschgäste bekomme.“ Am Anfang stand Jazz Legende Eddie Henderson. „Durch seine Fürsprache kamen die nächsten.“ Einige, wie Victor Lewis, Eddie Henderson und Buster Williams sind von Anfang dabei, immer wieder kommen neue Musiker dazu. Das ist eine Clique. Wenn du da drin bist, hast du ein Netzwerk.“ Die Sessions mit Meeco ähneln längst Familientreffen. Vor allem aber sind alle begeistert von seinen Kompositionen und seiner Zielstrebigkeit und Präzision im Studio. Zudem ist die Arbeit anspruchsvoll. Auch für die neue CD galt: es gibt keine Proben und keine Overdubs. „Wir gehen ins Studio und legen los.“ Gerade mal zwei Termine brauchte Meeco, um „Souvenirs Of Love“ in dem New Yorker Systems Two Studio aufzunehmen. „Die größte Herausforderung liegt darin, alle Beteiligten zeitlich unter einen Hut zu kriegen.“

Drei Instrumentalversionen und zwei Remixe komplettieren dieses Album. „Die Songs wirken gesungen oder instrumental vollkommen unterschiedlich, etwa „Your Eyes“ mit Vocoder oder Querflöte, „Paris At Night“ mit Stimme oder Sopransaxofon. „Times Have Changed“ kann man HipHop mäßig aufziehen oder eben als pure Jazznummer. Das aufzuzeigen, war mir wichtig. Auch aus Respekt vor Wallace wollte ich eine Version, bei der sein Trompetensolo wirklich für sich steht.“ Die beiden Remixe zu „If Only I Knew“ und „Everyday“ liefert der deutsche Erfolgsproduzent Aiko Rohd. „Wieder so ein Zufall. Wir haben uns zufällig beim letzten Echo kennen gelernt, als er für Tim Bendzko ausgezeichnet wurde. Er ist ein Jazzfan und hat so viel aus diesen beiden Songs herausgeholt, dass ich mich am Ende gefragt habe, was ich noch mit den Originalen machen soll“, lacht Meeco.

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