Besetzung: Amir John Haddad g, úd, mouthbongo, palmas, jaléos, Pablo Martin cajon, cajonga, pandero cuadrado de Peñaparda, pandero de León, pandereta, bendír, ríq, k'rakebs, shaker, palmas, jaléos, Juan Herrero palmas, jaléos, Ramon Herrero palmas, jaléos
Aufnahmedatum: Januar 2002 und Dezember 2004
Aufnahmeort: Te Fau Tonstudio , Freiburg
Der 1975 in Freiburg (als Kind eines Palästinensers und einer Kolumbianerin) geborene Amir erlernte schon als Kind von seinem Vater das Spiel der arabischen Laute. Doch als Jugendlicher entdeckte er die Welt des Flamenco - und schon bald wurde der Teenager von dem großen Meistergitarristen Pepe Justicia entdeckt, der ihn nach Jerez holte, um bei ihm zu studieren. Heute noch sind Pepe und Amir oft gemeinsam als Duo auf der Bühne anzutreffen. Daneben studierte Amir bei dem ebenso berühmten Enrique de Melchor in Cordoba. Die außergewöhnlichen Fähigkeiten Amirs wurden bald auch von den berühmten Tänzern (Joaquin Ruiz, Eliseo Parra, Tomasito u.a.) und Musikern (Gerardo Nuñez, José Luis Montón, Raimundo Amador...) der iberischen Halbinsel wahrgenommen - mit allen hat er Bühne und/oder Studio geteilt. Seine internationale Karriere begann mit dem Einstieg in die weltweit bekannte Formation "Radio Tarifa", mit der er die letzte CD ("Fiebre") aufgenommen und zahlreiche Tourneen bestritten hat. Nun sah er die Zeit reif für ein erstes eigenes Projekt...
Seit mittlerweile mehr als 10 Jahren lebt und arbeitet Amir Haddad in Madrid. Seine eigene musikalische Sprache fand er durch die Erfahrungen im Zusammenfluß von arabischer Musik mit dem Flamenco, den er durch das Spielen von Gitarre, Buzuki, Sass, Laute, E-Gitarre, Baglama usw.. erfahren hat. "Pasando Per Tabernas" ist von einer musikalischen Reife, die man von einem solch jungen Musiker nicht erwartet. Selten hat man so stimmige Kompositionen gehört. Gitarre und Percussion (Pablo Martin), nicht mehr und nicht weniger, und das ist gut so. Amir und Pablo bringen die Musik genau auf den Punkt, Feeling und Technik sind perfekt synchronisiert. Die durchweg selbst komponierten und arrangierten Stücke sind faszinierend rhythmisch mit fließenden Soli. Einige Titel haben gar Ohrwurm-Charakter...
Amir spielt, als ob er sein Instrument schon ein halbes Jahrhundert kennen würde, alles klingt so herrlich selbstverständlich und unangestrengt: ein Meister schon in jungen Jahren!
(Im Booklet befindet sich eine ausführliche Würdigung des wohl wichtigsten zeitgenössischen Flamen-cologen, Faustino Nuñez)
Presse-Echo