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Neue Releases auf Double Moon Records

Reis-Demuth-Wiltgen: Places In Between

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Suchen Sie auch Herausforderungen, endlich wieder mal eine Abwechslung, die das durch permanente Gleichförmigkeit ermüdete Ohr wieder für den Jazz hellhörig werden lässt? Aber doch nicht mit einem Pianotrio! Warum eigentlich nicht? Vielleicht ist es ja gerade der Reiz, mit der sattsam bekannten Routine zu brechen. Das Herauslösen aus starren Rollen und Konventionen, das Niederreißen von gewachsenen Strukturen, das fröhliche Bemalen von grauen Mauern, hinter denen solch gruselige Begriffe wie „Barjazz“ oder „Fahrstuhlberieselung“ lauern. Der Pianist Michel Reis, der Bassist Marc Demuth und der Schlagzeuger Paul Wiltgen erbringen den tönenden Beweis dafür, dass aus etwas Altem jederzeit etwas Neues entstehen kann. Wenn man nur willens ist, die eigene gedankliche Limitierung infrage zu stellen – sowohl als Musiker wie auch als Zuhörer. Aber wer will das schon. Das Spiel mit dem Pianotrio verlief bislang meist nach demselben Schema: Thema-Solo-Solo-Solo-Thema, ein bisschen Swing, ein geschmackvolles Schlendern an den harmonischen Rändern, das intellektuell eingefärbte Dekonstruieren und Wiederzusammensetzen von Standards, viel Bill Evans und Keith Jarrett, aber nur wenig unverbrauchte Ideen. Genau darin liegt die Chance für ein klingendes Dreieck wie Reis-Demuth-Wiltgen. Das Trio aus Luxemburg will die Wirkung der Musik für jeden seiner Hörer erlebbar machen, zelebrieren und keineswegs zum Zwecke der Selbstinszenierung missbrauchen. Jeder schlüpft in das jeweilige Thema hinein, verwächst mit ihm, wird ein Teil davon. Sie sind der Dünger für ihre eigenen Werke, lassen sie durch behutsame Dosierung ihrer herausragenden instrumentalen Fähigkeiten wachsen und gedeihen. Auf diese Weise entstehen aus scheinbar banalen Notenfolgen bezaubernd schöne Melodien, die ohne Umwege ins Ohr gehen und dort für lange Zeit verweilen. Keine kitschigen Schnulzen wohlgemerkt, sondern raffinierte Konstrukte voller Emotionalität, Empathie, Virtuosität, Tiefgang und hymnischer Strahlkraft.

VÖ-Datum: 06.08.2016

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Homepage: www.reisdemuthwiltgen.com

Michel Portal: Radar - European Jazz Legends Vol. 7

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Michel Portal´s Improvisationen mit dem amerikanischen Pianisten Richie Beirach wurden für diese CD am 5. März 2016 live im Theater Gütersloh aufgenommen – und es war tatsächlich das allererste Mal, dass die beiden Musiker zusammen spielten! Diese Stücke sind, zusammen mit den Aufnahmen mit der WDR Bigband, erneut ein Beleg für die Universalität der musikalischen Sprache „Jazz“ und die faszinierende und ansteckende Lebendigkeit der Improvisation. „Ich liebe es, vor Publikum zu spielen“, sagte Portal, „es ist wie eine Metamorphose. Ich fühle mich richtig schlecht, wenn ich zwei Wochen lang nicht auftreten konnte. Aber nach einem Konzert fühle ich mich immer, als hätte ich eine Tonne Aspirin geschluckt.“

VÖ-Datum: 06.08.2016

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Kerstin Haberecht 4: Essence

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In Karlsruhe geboren und in der Südpfalz aufgewachsen, entdeckte die Saxofonistin mit 13 Jahren ihre große Leidenschaft für die Improvisation und demzufolge auch für den Jazz. Als 16-Jährige sammelte sie bereits erste Big Band-Erfahrungen, zunächst im Landesjazzorchester Karlsruhe („The Hip Herd“), danach im Landesjugendjazzorchester Rheinland-Pfalz. Von 2008 bis 2015 studierte Haberecht an der Hochschule für Musik in Mainz Jazz und Popularmusik bei Steffen Weber, Denis Gäbel und Thomas Bachmann und leitet seit 2013 die Jugendjazztage in Frankfurt. In den zurückliegenden Jahren spielte sie außerdem mit der hr Big Band, den Mainzer Philharmonikern, Horacio „El Negro“ Hernandez, Joe Gallardo, Jiggs Wigham sowie Sebastian Sternal und gewann erst im März 2016 im Ensemble des Pianisten Jan Felix May den zweiten Preis beim Europäischen Nachwuchs-Jazzpreis in Burghausen. „Mich interessieren mehr die Dinge, die nicht jeder tut“, bekennt Kerstin Haberecht. „Alle spielen heute die Changes aus, aber es gibt auch noch andere Wege der Improvisation, ohne gleich das Freejazz-Fass aufzumachen.“ Beeinflussen lässt sie sich gerne. Latin, Flamenco, Rock. Die Welt ist schließlich ein Dorf, in dem man heute alles aufschnappen kann. Natürlich auch die Ästhetik des alten Jazz. Vorbilder? Na klar! Miguel Zenon zum Beispiel, den mag sie wegen seiner polyrhythmischen Kapriolen, oder Chris Cheek, Mark Turner und Ben Wendel. Dann noch ein paar der – Achtung! – „Älteren“ wie Kenny Garrett, Chris Potter, Joshua Redman. „Die inspirieren mich. Aber ich kopiere keinen von ihnen.“ Diese und andere Aussagen stehen repräsentativ für das Selbstverständnis der Jazz thing Next Generation, die von Beginn an eine Reihe starker Frauen als Bandleader präsentiert. Dass Kerstin Haberecht nun als Nummer 64 hinzukommt, passt deshalb perfekt in die im Umbruch

VÖ-Datum: 06.08.2016

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Homepage: www.kerstin-haberecht.de

Arild Andersen: The Rose Window - European Jazz Legends Vol. 6

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"Es geht immer um den "Sound" - den du im Sinn hast. Aber auch in den Fingern.", sagte Arild Andersen beim Interview für die Reihe im März 2016 in seinem Haus in Olso/Norwegen. "Ich bin mit dem Sound, auch bei meinem Instrument, dem Bass, immer sehr bewusst umgegangen. Sound ist das, was man zuerst und in erster Linie wahrnimmt, egal ob bei einem Saxophonisten oder einem Bassisten". Andersen’s mächtiger und melodiöser akustischer Bass wird schon lange und immer wieder um elektronische Sounds erweitert, z.B. via "Electro Harmonix Delay". Zahlreiche Aufnahmen sind bei ECM erschienen, entweder mit eigener Band oder als Bassist bei anderen Musikern - sie dokumentieren Begegenungen mit u.a. Kenny Wheeler, Paul Motian, Bill Frisell, John Taylor, Alphonse Mouzon, Ralph Towner, Nana Vasconcelos, Marcin Wasilewski oder Markus Stockhausen. Und natürlich die legendären Aufnahmen mit seinem Landsmann Jan Garbarek, sowie mit seiner eigenen Band „Masqualero“, die u.a. Jon Christensen, Jon Balke, Tore Brunborg und Nils-Petter Molvaer präsentierte. Aber für dieses vom Publikum mit standing ovations gefeierte Konzert in Gütersloh brachte Andersen sein Trio mit Helge Lien am Piano sowie Schlagzeuger Gard Nilssen mit. "Beide sind sehr talentiert und jung - aber ich wollte schon immer mit jungen Musikern spielen. Nils-Petter (Molvaer) and Tore Brunborg waren Anfang zwanzig, als sie zu "Masqualero" stießen. Und Jan Garbarek war gerade mal 23 Jahre jung, als wir "Afric Pepperbird" aufnahmen, und ich nur 24. Nichts geschieht vorraussetzungslos. Wichtig ist nur, dass man das Vorhandene auf neue Art zusammenfügt und dann daraus hoffentlich wieder etwas Neues entsteht.“

VÖ-Datum: 08.05.2016

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Anne Hartkamp: Songs & Dances

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Was hat Anne Hartkamp nicht schon alles für spannende Projekte präsentiert, was für außergewöhnliche Alben entstanden unter ihrem Namen! Mit Gunter Hampel und Smudo etwa („Next Generation“). Oder im A Capella-Quartett „Harem 4“ (beide 1997). Nicht fehlen darf selbstverständlich „Glücklich“ (2005), der Ausflug in die deutsche Muttersprache. Unter dem Pseudonym Magnolia gibt es mit dem Gitarristen Philipp van Endert gleich zwei Tondokumente: „Humpty’s Amazing Boogie Pencil“ (2007) und „Wait A Second“ (2012). Sie arbeitete mit Michael Wollny, Nils Wogram, Lajos Dudas, Marion Brown, Axel Dörner, Perry Robinson sowie der WDR Big Band zusammen. Und dann wäre da noch das Quintett mit dem Pianisten Thomas Rückert, dem Saxophonisten Claudius Valk, dem Bassisten André Nendza sowie dem Drummer Oliver Rehmann, mit dem „Momentum“ (2010) entstand. Nie jedoch klang Anne Hartkamp eindringlicher, wandelbarer, brachte ihre stimmlichen Qualitäten besser auf den Punkt als auf ihrem aktuellen Werk „Songs & Dances“.

VÖ-Datum: 06.05.2016

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Homepage: www.annehartkamp.de

Der Weise Panda: MAM

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Weise wohlgemerkt. Nicht weiß. Damit würde nur wieder eines dieser vielen Klischees bedient werden, sei es über diese geheimnisvollen, niedlichen Tiere oder auch über diesen geheimnisvollen, niedlichen Jazz. Mit keinem von beiden können Herta und Otto Normalverbraucher so richtig etwas anfangen. Dabei wäre es doch so leicht: Der Panda wie der Jazz öffnen sich einem nur über den Schlüssel der Emotionen. Und auch die Formation um die Sängerin Maika Küster, den Pianisten Simon Seeberger, den Bassisten Yannik Tiemann und den Drummer Jo Beyer lässt sich am ehesten dann verstehen, wenn man allen intellektuellen Ballast über Bord wirft und sich ganz von seinen Instinkten leiten lässt. Was nicht automatisch bedeutet, dass das Hirn außen vor bleiben muss. Im Gegenteil: Die Musik des „weisen Panda“ fordert und berührt einen, sie entwickelt eine eigenwillige Dynamik, die man zunächst verstehen und akzeptieren muss, um in ihren mächtigen Strudel hineingezogen zu werden. Ein weiteres Highlight in der schillernden „Jazz thing Next Generation“-Serie.

VÖ-Datum: 06.05.2016

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Homepage: derweisepanda.de

Sabine Kühlich & Laia Genc: In Your Own Seet Way - A tribute To Great Dave Brubeck

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Es war sein eigener Weg, den Dave Brubeck einschlug. Ein steiniger mithin. Denn die 2012 verstorbene Ikone an den schwarzweißen Tasten liebte die krummen, nicht unbedingt für jedermann/-frau verträglichen Taktarten. Meist waren es bei Brubeck 5/4 wie im berühmten „Take Five“, das längst den Status eines „Jazzhits“ besitzt. Es gab aber noch wesentlich exotischere Metren wie die 9/8 in „Blue Rondo A La Turk“ oder die 7/4 in „Unsquare Dance“, von betörend eigenwilligen Jazzwalzern wie „In Her Own Sweet Way“ oder „Emily“, bei denen es sowieso keinen Sinn mehr macht, mitzuzählen, einmal ganz zu schweigen.

Dass sich die Vokalistin und Saxofonistin Sabine Kühlich aus Aachen und die Pianistin Laia Genç aus Köln nun auf ihrer CD „In Your Own Sweet Way“ dennoch mit einem Bündel hochkarätiger Songs des Maestros an die Öffentlichkeit wagen, liegt vielleicht gerade an der überaus reizvollen Herausforderung, das scheinbar Komplizierte leicht, einfach und nachvollziehbar klingen zu lassen.

Für die beiden Frauen stellt der Ende 2012 verstorbene Tasten-Gigant so etwas wie einen ästhetischen Leuchtturm dar. „Dave Brubeck war einer meiner ersten und prägendsten Einflüsse“, erinnert sich Sabine Kühlich. „Seine charmante und humorvolle Art, die Musiktraditionen zu mischen und interessante Taktarten aufzugreifen, hat mich als Teenager gepackt und begeistert mich noch heute. Die Faszination zwischen ´einfach` und ´unerwartet` prägt auch mein Komponieren, und daran ist Dave Brubeck nicht ganz unschuldig.“ Laia Genç näherte sich Brubeck schrittweise an, über „In Your Own Sweet Way“ oder „Blue Rondo A La Turk“. Genç: „Ich erinnere mich, dass mich das total von den Socken gehauen hat. Und ich habe mir gedacht, wenn ich das einmal in einer schönen Version spielen würde, das wäre ein super Ziel! Es kamen immer mehr tolle Stücke dazu, die mich musikalisch anzogen und die anderseits auch dem Werke Brubecks gerecht werden.“

VÖ-Datum: 08.04.2016

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Homepage: www.sabinekuehlich.com

Birgitta Flick Quartet: Dalarna

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Sie ist Deutsche. Die Nummer 48 in der Phalanx der „Jazz thing Next Generation“, einer Hall Of Fame herausragender junger Musikerinnen und Musiker, die dem Jazz in ihrem Heimatland ein neues Gesicht und einen neuen Ton gegeben haben. Und dennoch wirkt Birgitta Flick schwedischer, als so mancher Kollege aus dem Land der Elche. Schuld daran ist ein Erasmus-Semester, das die in Neubrandenburg aufgewachsene und in Berlin lebende Tenorsaxofonistin in Stockholm absolvierte und grundlegend veränderte. „Ich habe viele Musiker getroffen, jede Menge gespielt, habe darüber angefangen Schwedisch zu lernen, mich für die Kultur zu interessieren, für die Menschen. Es gibt eine Menge Jazzmusiker, die sich mit der Volksmusik beschäftigen, die meisten haben einen Background in der Volksmusik. Das ist in Deutschland ganz anders, man hat sich hier nicht mit traditioneller Musik befasst, wenn man als Jazzer unterwegs ist.“

Entsprechend klang auch „Yingying“ (DMCHR 71121) von 2013, das viel beachtete Debütalbum des Birgitta Flick Quartetts. Nun folgt mit dem Nachfolger „Dalarna“ ein noch intensiveres Eintauchen in die Klangwelten Schwedens, ein Absorbieren der dort omnipräsenten Gelassenheit und Ruhe, ein akustisches Kolorieren der weiten Landschaften und der zahllosen lyrischen Refugien. In elf Stücken komponierte Birgitta Flick für ihr Quartett und die drei Gäste - Vokalistin Lina Nyberg, den Altsaxofonisten/Flötisten Nico Lohmann und die Bassklarinettistin Silke Eberhard - eine ungewöhnliche, archaische, emotionale Suite, beeinflusst von überlieferten Volksliedern, Hymnen und traditionellen Kirchenliedern. Das Inspirationszentrum liegt in der Provinz Dalarna, das Hans Christian Andersen in seinem Reisebuch von 1851 wie folgt beschrieb: „Maler und Dichter, nehmt einander an die Hand und kommt hinauf nach Dalarna. Das arme Land ist reich an Schönheit und Poesie, am reichsten doch am Siljansee.“

VÖ-Datum: 24.03.2016

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Homepage: www.birgittaflickquartett.de